Leben am Horizont

Mit den Rädern in die Welt


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Im Gletschergebiet

Um bis nach El Chaltén zu kommen, mussten wir uns mal wieder gegen den Wind kämpfen. Obwohl der Weg theoretisch in knapp zwei bis drei Tagen zu bewältigen gewesen wäre, brauchten wir ganze fünf. Auf dem Weg konnten wir sogar weit entfernte Kondore beobachten, was uns für die Strapazen etwas entschädigte.

Übernachtungshaus zwischen El Calafate und El Chaltén

Übernachtungshaus zwischen El Calafate und El Chaltén

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Angekommen in der Stadt, quartierten wir uns für ein paar Tage ein. Da mein Knie allerdings durch die Wanderungen in den Torres del Paine aber noch angeschlagen war, musste Martina sich allein auf Tageswanderungen begeben und es hat sich trotz starker Bewölkung wirklich für sie gelohnt.

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Dogge am Campingplatz in El Chaltén mit seinem Lieblingsspielzeug

Dogge am Campingplatz in El Chaltén mit seinem Lieblingsspielzeug

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Lagune bei El Chaltén

Lagune bei El Chaltén

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Papagei beim Frühstücken in El Chálten

Papagei beim Frühstücken in El Chálten

Wir hatten gehört, dass der schönste Weg nach Nordpatagonien über die Carreterra Austral, die Fortsetzung der Panamericana in Chile, führen sollte. Von El Chaltén aus gibt es ansonsten nur noch den Weg über die windige und vermutlich eintönige argentinische Ruta 40 nach Norden. Das Problem: Von El Chaltén aus gibt es keine durchgängige Straße nach Villa O’Higgings, die erste Stadt auf der Carreterra Austral. Daher blieb nur folgender Weg, der weitere drei Tage dauerte und von vielen Patagonien-Radlern genommen wird.

Zunächst verließen wir El Chaltén über eine windige Schotterpiste nach Norden zum Lago del Desierto, einem See inmitten der aufragenden gletscherüberzogenen Berge. Mit einer Fähre setzten wir ans andere Ende über, sahen atemberaubende Gletscher, die wie zum Anfassen wirkten. Auf der anderen Seite konnten wir direkt am Grenzposten Argentiniens übernachteten.

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Fahrt über den Lago del Desierto

Fahrt über den Lago del Desierto

Der nächste Tag war der wirklich anstrengende, denn ab dieser Stelle gibt es nur einen reinen Wanderpfad, der schiebend- und tragenderweise bewältigt werden muss. Es geht teilweise steil nach oben, wir konnten die Vorderradtaschen nur in unseren Rücksäcken mit transportieren und sogar die Räder zu zweit über die Hindernisse tragen, sodass wir uns an den Alptraumlehrpfad in Österreich am Anfang unserer Reise erinnert fühlten. Erst am späten Nachmittag trafen wir an der Grenze (wohlgemerkt nicht Grenzposten) zu Chile eintrafen. Von dort aus ließ es sich wieder fahren, wenn auch auf einer mit riesigen Steinen übersäten Wellblechpiste. Bis zum Sonnenuntergang hatten wir es dann bis zum nächsten See, dem Lago O’Higgings geschafft, wo dann endlich der chilenische Grenzposten war.

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Lago del Desierto

Lago del Desierto

Wanderweg zwischen Argentinien und Chile

Wanderweg zwischen Argentinien und Chile

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Lago O’Higgins bem Sonnenuntergang

Den nächsten Tag verbrachten wir fast gänzlich in der Wartehütte am See, denn die nächste Fähre, die Mitte März nur noch einmal wöchentlich fährt, sollte erst am späten Nachmittag fahren. Mit uns zusammen warteten fünf weitere Radler und drei Backpacker und die Fähre kam schließlich – mit über fünf Stunden Verspätung!

Am Lago O'Higgins

Am Lago O’Higgins

Da der Lago O’Higgings um ein Vielfaches größer als der Lago del Desierto ist, dauerte die Fahrt ein paar Stunden und es war schon mitten in der Nacht bei der Ankunft. Da keiner unserer Mitradler genau wie wir jetzt noch groß Lust auf Weiterfahren hatte, schlugen wir mehr oder weniger an Ort und Stelle unser Nachtlager auf, bevor wir am nächsten Morgen weiter in kleine Villa O’Higgins weiterfuhren, unsere Vorräte auffüllten und, endlich auf der Carretera Austral, weiter nach Norden fuhren.

Rastplatz an der Carretera Austral

Rastplatz an der Carretera Austral

Der Weg ist hauptsächlich nicht asphaltiert, mit Wellblech, zudem mit vielen Steigungen versehen und nach etwa 100 km gab es eine weitere Fähre, die wir nehmen mussten. Trotz dieser Strapazen hatte der Weg sich definitiv gelohnt, denn wir hatten jeden Tag spektakuläre Aussichten auf Gletscher und schneebedeckte Berge.

Steil...aber so stark dann doch nicht

Steil…aber so stark dann doch nicht

Kurvige Carretera Austral

Kurvige Carretera Austral

Fähre bei Puerto Yunguay

Fähre bei Puerto Yunguay

Am Rio Baker

Am Rio Baker

Auf dem Weg hielten wir in Rio Puerto Tranquilo, um uns die sogenannten Catedrales de Mármol am Lago General Carrera anzusehen. Dabei handelt es sich um natürlich entstandene, säulenartige Auswaschungen in der Nähe des Ufers, die wir uns per Boot ansahen.

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Catedrales de Mármol

Catedrales de Mármol

In der Nähe der Stadt Villa Cerro Castillo sahen wir uns die Manos de Cerro Castillo an, Handabdrücke von Tehuelche-Indiandern, die mindestens 6000 Jahre alt sein sollen, aber schon sehr verblasst sind.

Las Manos de Cerro Castillo

Las Manos de Cerro Castillo

Schließlich kamen wir in Coyhaique, der nächsten größeren Stadt Patagoniens an, wo wir uns eine Woche aufhalten wollen, um uns auszuruhen und einige Probleme mit unserer Ausrüstung zu beheben, die sich in der letzten Zeit leider angehäuft haben.

verfasst von dennis


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Zwischen Torres del Paine und El Calafate

So viele Radler wie in Patagonien haben wir bislang noch nie auf einen Haufen getroffen, fast täglich kommt uns entweder jemand entgegen oder fährt in unsere Richtung. So fanden wir einige wichtige Anhaltspunkte über unsere Reiseroute heraus, z.B. wo es gute Übernachtungsplätze oder Verpflegung gibt.

Sonnenaufgang im Nebel

Sonnenaufgang im Nebel

Flamingos

Flamingos

Den Weg an der Küste bis nach Ecuador kann man nicht komplett auf chilenischer Seite mit dem Rad befahren, sondern man muss mehrmals die Grenze zwischen Chile und Argentinien überqueren. Auch weht hier unten, wie ihr ja schon wisst, die Mutter aller Winde und natürlich auch meistens gerade noch aus der Richtung, in die wir fahren wollen. Da was Windgeschütztes am Abend zu finden, ist nicht gerade einfach, viele Radler übernachten in sauengen Buswartehäuschen, aber da geht man selbst zu zweit fast nicht rein, daher haben wir das bislang nicht gemacht.

Übernachtung im Stall in Villa Tehuelches

Übernachtung im Stall in Villa Tehuelches

Windgeschützte Hütte in Morro Chico

Windgeschützte Hütte in Morro Chico

Die schweizer Radler Beat und Lucia. Mittlerweile haben wir uns schon häufiger mal getroffen

Die schweizer Radler Beat und Lucia. Mittlerweile haben wir uns schon häufiger mal getroffen

Auch mussten wir feststellen, dass unsere Räder im Vergleich zu den meisten anderen Radlern jetzt etwas zu schwer bepackt wirken. Naja, die meisten Radler hier sind auch noch nicht um den halben Globus gedüst, sondern machen “nur” Südamerika.

In Punta Arenas gibt es die Zona Franca (Freihandelszone), in der man unter anderem auch Outdoorequipment bekommt. Wer sich hier also noch verhältnismäßig billig eindecken will, sollte das hier machen. So wie wir, die jetzt beschlossen hatten, im weltberühmten Nationalpark Torres del Paine ein paar Tage wandern zu gehen und dafür ein paar Rucksäcke brauchten. Die kann man zwar auch leihen, aber auch im weiter nördlich liegenden El Chaltén wollen wir auch noch etwas wandern, also wird es sich schon auszahlen.

Auf dem Weg nach Puerto Natales

Auf dem Weg nach Puerto Natales

Kormorane in Puerto Natales

Kormorane in Puerto Natales

verfasst von dennis

Wir kauften also riesige 70 Liter Billigrucksäcke (für jeweils ca. 15 Euro) und hofften, dass diese uns auf unserer Rundtour um die Türme (Torres) nicht im Stich lassen würden. Der Weg von Punta Arenas bis zum Nationalpark war asphaltiert und wir gewöhnten uns an, noch vor Sonnenaufgang aufzubrechen, um in den frühen Morgenstunden ein Weilchen ohne heftigen Wind zu fahren. Mitunter wurde der Wind mittags so stark (mit Böen von 100 km pro Stunde aus Nordosten und stetigem Wind von 70 km pro Stunde), dass Fahren nicht mehr möglich war (was wir nach ein paar harmlosen Stürzen einsehen mussten).

In der nächsten größeren Stadt Puerto Natales kauften wir Proviant für 19 Tage ein, da wir uns über das Angebot in dem einzigen kleinen Dorf bis zur nächsten Stadt nicht klar waren und das Essen im Nationalpark extrem teuer sein sollte. Sehr schwer bepackt ging es weiter. Der Asphalt begleitete uns bis kurz vor den Nationalpark, während sich der Wind (zusammen mit der Pampa) glücklicherweise schon vorher verabschiedete. Doch dann begegnete uns der bisher übelste Schotterweg unserer Reise. Eine 30 Kilometer lange Wellblechpiste, auf der wir uns nur noch außerordentlich langsam vorantrauten. Hier verlor Dennis ein paar Schrauben, einen Haken einer Vorderradtasche und das Befestigungskabel für seine Lenkertasche riss, zudem brachen bei seinem Hinterrad zwei Speichen.

Blutroter Sonnenaufgang

Blutroter Sonnenaufgang

Die "Torres" aus der Ferne

Die “Torres” aus der Ferne

Ein paar neugierige Guanacos

Ein paar neugierige Guanacos

Ja, vor dieser Kulisse kommen sie richtig zur Geltung

Ja, vor dieser Kulisse kommen sie richtig zur Geltung

Im Nationalpark angelangt entschädigten uns die unglaublichen Ausblicke auf hochaufragende Felsen und Flamingo-besuchte Lagunen unterschiedlichster Farben. Wir stellten unsere Räder bei einem Hotel ab und starteten unsere Rundtour, ausgerüstet mit einem Schlafsack, zwei Isomatten, dem schweren Zelt, Kocher, Stirnlampen, Handtuch, Seife, Fotoapparat, zwei Büchern und Essen für 10 Tage. Lediglich ein zweites Paar Socken zum Wechseln habe ich schmerzlich vermisst. Der Weg war nämlich extrem staubig und zum Teil matschig, so dass ich in meinen Sandalen zum Teil auf vor Dreck steinharten Socken wanderte. Waschen war zwar möglich, doch um das Trocknen der Socken in kaltem Wetter zu gewährleisten, musste ich die nassen Socken anziehen und über Nacht durch die Körperwärme trocknen. Aber bloß nicht mit den nassen Zeug in den Daunenschlafsack, nein, die Wärme im Zelt musste ausreichen.

Falls ihr euch je gefragt haben solltet, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht (oder in diesem Fall Guten Morgen) sagen ...

Falls ihr euch je gefragt haben solltet, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht (oder in diesem Fall Guten Morgen) sagen …

...dann werdet ihr in den Torres del Paine fündig. Nein, leugnen ist zwecklos, wir haben euch nur um eine Minute verpasst.

…dann werdet ihr in den Torres del Paine fündig. Nein, leugnen ist zwecklos, wir haben euch nur um eine Minute verpasst.

Wegen unserer vom Radfahren stark zurückgebildeten Wandermuskulatur planten wir mit gemütlichen Tagesstrecken von 4 bis 6 Stunden Wandern pro Tag. Am ersten Tag ließen wir unsere tonnenschweren Rucksäcke im Zelt und wanderten zu den Torres. Die Wege waren aufregend und abwechslungsreich und anstrengend. Außer uns waren noch jede Menge anderer Touristen unterwegs nach oben oder nach unten und ein ständiges “hola” war auszutauschen, manchmal freundlich, manchmal keuchend, manchmal gelangweilt. Der Anblick am Aussichtspunkt war dann umwerfend. Wir packten unser karges Wander-Mittagsmahl aus, eine Packung Kekse mit drei Scheiben Käse und einen Schokoriegel, und  genossen eine Stunde den fantastischen Ausblick. Völlig überrascht stellten wir fest, dass Wandern bei Weitem nicht so hungrig macht wie Radfahren – zum Glück :-)

Blick ins Tal...

Blick ins Tal…

...und auf den Gipfel

…und auf den Gipfel

Steile Abhänge und viele Wanderer

Steile Abhänge und viele Wanderer

Über ein paar Gebirgsbäche...

Über ein paar Gebirgsbäche…

...über ein Geröllfeld...

…und ein Geröllfeld…

... bis hoch zu den Torres (und welcher von euch ist nun B'elanna?)

… bis hoch zu den Torres (und welcher von euch ist nun B’elanna?)

Ja, als wir endlich oben waren, waren wir glücklich.

Ja, als wir endlich oben waren, waren wir glücklich.

Der nächste Tag fing für mich übel an. Ich hatte von der 10 stündigen Wanderung solchen Muskelkater in den Waden, dass gerade beim bergabgehen jeder Schritt schmerzte und ich nur mit winzigen Minischritten vorankam. Zusätzlich lastete der Rucksack ungewohnt schwer auf unseren Schultern. So brauchten wir für die extrem großzügig angegebenen 4 Wanderstunden tatsächlich 6 und kamen völlig fertig beim Zeltplatz an, ich mit Muskelkater und Dennis mit Schulterzerrung. Als ich dann auch noch unser mühselig zubereitetes Abendessen verschüttete und wir ohne Essen ins Zelt krochen, begannen wir unsere Wanderentscheidung schon zu bereuen. Doch am nächsten Morgen bissen wir die Zähne zusammen und wanderten weiter, bis schließlich sogar am dritten Tag mein Muskelkater verschwand! Die Rucksäcke wurden leichter, die Wanderer weniger, die Strecken anspruchsvoller doch auch landschaftlich reizvoller. Wir kamen an Gletschern vorbei, kreuzten Flüsse, überquerten einen Pass, ertrugen Regen, begrüßten Sonnenschein, bestaunten die sich ständig ändernden Bergspitzen.

Wandern in Blumenwiesen

Wandern in Blumenwiesen

Greifvogel am Campingplatz

Greifvogel am Campingplatz

Verregneter Morgen

Verregneter Morgen

Aber immer wunderschön!

Aber immer wunderschön!

In Sichtweite des Gletschers "Los Perros"

In Sichtweite des Gletschers “Los Perros”

Der Gletscher "Los Perros"

Der Gletscher “Los Perros”

Abwechslungsreicher Aufstieg zum nächsten Gletscher

Abwechslungsreicher Aufstieg zum nächsten Gletscher

Kleiner Gletscher zwischendurch

Kleiner Gletscher zwischendurch

Blick ins Tal über ein Geröllfeld

Blick ins Tal über ein Geröllfeld

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Am Grey-Gletscher

Am Grey-Gletscher

Sagenhafter Ausblick auf den "Grey"

Sagenhafter Ausblick auf den “Grey”

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Der "Grey" von nahem

Der “Grey” von nahem

Der Gletscher bildet am Südende einen See

Der Gletscher bildet am Südende einen See

Die Strecke bleibt abenteuerlich

Die Strecke bleibt abenteuerlich

Ab und zu gibt es ein paar  Waldbewohner zu bewundern

Ab und zu gibt es ein paar Waldbewohner zu bewundern

Am anderen Ende des Grey-Gletschers

Am anderen Ende des Grey-Gletschers

Die zweite Hälfte unserer Tour führte durch das touristisch zugänglichere “W” und wir begegneten plötzlich wieder jeder Menge Leuten. An einem Regentag blieb Dennis im Camp zum Lesen und ich machte mich allein auf zum Mittelteil des “W”, einem Aussichtspunkt in der Mitte des Gebirges. Die Stille um mich herum war wundervoll und nach dem ganzen Wandertraining kam ich ohne Rucksack beschwingt und schnellen Schrittes voran. Auf einmal überholte ich Leute und stellte überrascht fest, dass Wandern auch ein Wettbewerb ist. Zum Teil zog sich das Überholen über Minuten dahin, weil entweder der Weg blockiert wurde oder die Wanderer vorne plötzlich ein schnelleres Tempo versuchten. Mein Ziel, der Aussichtspunkt, hatte leider fast keinen Reiz im Regen und so machte ich mich schnell wieder auf den Weg nach unten. Nach 8 Tagen waren wir wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt, wir hatten die Umrundung geschafft, sogar schneller als geplant!

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Fingerhut am Wegesrad

Fingerhut am Wegesrad

Treibende Eisschollen des Gletschers auf dem gleichnamigen See

Treibende Eisschollen des Gletschers auf dem gleichnamigen See

Ein unglaubliches Zwielicht...

Ein unglaubliches Zwielicht…

Der Abstieg zum Lago Pehoé

Der Abstieg zum Lago Pehoé

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Aufstieg zum Gletscher Francés

Aufstieg zum Gletscher Francés

Lago Nördenskjöld

Lago Nördenskjöld

Und noch ein paar Flamigos

Und noch ein paar Flamigos

Dennis hatte die Umrundung jedoch lediglich “überlebt” und empfand das Bergwandern als Vernichtungsmaschine für unsere Ausrüstung. Seine Bilanz unseres Ausflugs, zusätzlich zu den oben erwähnten Fahrradteilen:

  • Hosenbeine von zwei Hosen in Fetzen
  • Das Kabel für unser Solarladegerät gab mal wieder den Geist auf
  • Riss in der Zelttasche
  • Zwei Heringe komplett verbogen
  • Budget komplett gesprengt: ca. 25 Euro Eintritt p.P und ca. 15 Euro Übernachtungsgebühr pro Tag.

Wir nahmen unsere Fahrräder wieder in Empfang und reisten nach Argentinien ein, mit dem Ziel El Calafate und der dortigen Touristenattraktion, dem Perito Moreno Gletscher. Da wir endlich mal Richtung Osten fuhren (Rückenwind!), warteten wir bis zum Nachmittag und ließen uns vom heftigen Rückenwind den Weg entlangrollen. Da es noch ganz leicht nach unten ging fuhren wir fast ohne zu treten mit 20 bis 30 km pro Stunde nach Tapi Aike. Dort konnten wir bei einem Häuschen von Straßenbauarbeitern zelten und deren Küche benutzen. Natürlich trafen wir dort auch wieder Radler – besonders angenehme Zeltplätze sprechen sich herum. Nach einer weiteren Strecke Schotter erreichten wir wieder ein Straßenbauhäuschen und andere Radler. Hier konnten wir in einer Hütte schlafen und sogar duschen.

Ein Nandu

Ein Nandu

Ein Schrein für Gauchito Gil, argentinischer Schutzpatron der Reisenden.

Ein Schrein für Gauchito Gil, argentinischer Schutzpatron der Reisenden.

Schotterpiste zwischen Tapi Aike und El Cerrito

Schotterpiste zwischen Tapi Aike und El Cerrito

Übernachtungshütte der Vialidad iin El Cerrito

Übernachtungshütte der Vialidad iin El Cerrito

Jetzt mussten wir wieder nach Westen weiter und das bedeutete eigentlich Gegenwind. Wir brachen also früh auf und konnten unser Glück kaum fassen. Der Wind hatte gedreht und wir hatten tatsächlich noch einmal Rückenwind. So kamen wir einen Tag früher als geplant in El Calafate an. Zunächst fanden wir kostenlosen Unterschlupf in einer zum Teil niedergebrannten Hippie-WG, doch wegen einer großen Party, für die jeder Platz benötigt wurde, zogen wir auf einen nahegelegenen Campingplatz.

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Blick auf den Lago Argentino, ca 70 km vor El Calafate

Blick auf den Lago Argentino, ca 70 km vor El Calafate

El  Calafate scheint eine Stadt zu sein, die ausschließlich für Touristen gebaut ist. Überall gibt es teure, süße Souvenirläden. Die Outdoorläden bieten Hightechwaren an, die sich die Einheimischen kaum leisten können und schon vor dem ersten klassischen Radladen wurden wir vor den Preisen gewarnt. Die Geschäfte, die wir suchten, um unsere kaputte Ausrüstung reparieren zu lassen, befanden sich jedoch häufig in Privathäusern und waren billig. So klopften wir an eine Wohnungstür und wurden zu einer Werkstatt im Hinterhof geführt, wo unsere Räder begutachtet wurden und wir mit einem Set Ersatzschrauben und einem Ersatzkabel für die Lenkertasche ausgestattet wurden. Unser Kabel für das Solarladegerät wurde in einem langwierigen Prozess repariert, leider mit dem unerklärlichen Nachteil, dass sich unser Handy nicht mehr laden lässt. Auch Dennis Wanderschuhe wurden geflickt.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zum Gletscher. Nicht die Länge des Gletschers warf uns um, das kannten wir schon vom Greygletscher im Torres del Paine Park. Aber die 50 – 60 Meter hohe Gletscherkante, aus der immer wieder tosend große Stücke herausbrachen, beeindruckte uns sehr. Die Eisschollen glitzern in intensiven Blautönen. Wir hatten ein paar Stunden Zeit, den Gletscher aus verschiedenen Perspektiven zu bewundern.

Der Perito Moreno Gletscher.

Der Perito Moreno Gletscher.

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Atemberaubend, so von nahem

Atemberaubend, so von nahem

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Kleine Eule oder Kauz

Kleine Eule oder Kauz

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Hin und wieder lösen sich geräuschvoll Stücke om Gletscher. Trotzdem wächst der Gletscher immer wieder nach.

Hin und wieder lösen sich geräuschvoll Stücke om Gletscher. Trotzdem wächst der Gletscher immer wieder nach.

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Als nächstes führt uns unser Weg nach El Chaltén, wieder mal ein Wanderparadies…

verfasst von martina

Übrigens haben wir unsere Statistik-Seite auch mal um ein paar Bilder erweitert, nur für den Fall, dass das interessant ist für euch…


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Am Ende der Welt – Tierra del Fuego

Unser südamerikanischer Startpunkt liegt in Feuerland, am sogenannten Ende der Welt. Die Welt endet genau dort, wo die südlichste Strasse endet, auf der man rein theoretisch bis nach Alaska durchfahren kann. Und diese Strasse endet bei einem Schild, vor dem sich scheinbar jeder Feuerlandtourist fotografiert. Natürlich auch wir, und weil wir den Touristenmassen ein Schnippchen geschlagen haben und besonders früh in den Nationalpark aufbrachen, mussten wir nur ein Weilchen warten, bis wir mit dem Foto an der Reihe waren. Und das im besten Morgenlicht…

Am Ende der Welt

Am Ende der Welt

Der Nationalpark Tierra del Fuego hatte natürlich noch etwas mehr zu bieten als das obligatorische Foto: Träume von der greifbar nahen Antarktis, Kingfisher beim Tauchen nach Fischen, eingeschleppte Biber, die die langsam nachwachsenden feuerländischen Bäume zu schnell dezimieren und eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und frostige Bergspitzen.

Nationalpark Tierra del Fuega

Nationalpark Tierra del Fuega

Nationalpark Tierra del Fuega

Nationalpark Tierra del Fuega

kingfisher beobachtet seine Beute

kingfisher beobachtet seine Beute

kingfisher im Anflug...

kingfisher im Anflug…

Nationalpark Tierra del Fuega

Nationalpark Tierra del Fuega

Biberdamm

Biberdamm

Die Biber haben gewütet

Die Biber haben gewütet

Der Übeltäter im Wasser

Der Übeltäter im Wasser

Lustige Vögel

Lustige Vögel

Ushuaia, die “südlichste Stadt der Welt”, ist relativ jung. Die bunten Häuser schauen anmutig in die kaltwilde Landschaft. Wir wurden von unserem Warmshowers-Gastgeber Ignacio vom Flughafen abgeholt und fuhren erst mal durch die Stadt, bis wir seine kleine Hütte erreichten. Dort konnten wir uns im Dachgeschoss einrichten.

Ushuaia

Ushuaia

Irgendwie unwirklich - ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor einer schneebedeckten Berglandschaft

Irgendwie unwirklich – ein riesiges Kreuzfahrtschiff vor einer schneebedeckten Berglandschaft

Mit Ignacio am Strand

Mit Ignacio am Strand

Merengue, "typisch" argentischer Nachtisch, zumindest bei Ignacio. Dazu gab es leckere selbstgemachte Pasta

Merengue, “typisch” argentischer Nachtisch, zumindest bei Ignacio. Dazu gab es leckere selbstgemachte Pasta

Obwohl es bei Ignacio sehr heimelig war und wir extrem gastfreundlich aufgenommen wurden, zog es uns auf die Strasse, kaum dass wir den Jetlag weggeschlafen hatten. Wir wollten das sagenumwobene Feuerland nun so schnell wie möglich kennen lernen. Feuerland ist natürlich auch im Sommer (jetzt) ziemlich kalt und außerdem sehr windig. Außerdem gibt es hier bei Radlern berüchtigte Schotterstrassen zu fürchten. Als wir aufbrachen war von diesen Schrecken nichts zu spüren. Wir hatten angenehm frisches Wetter und Ausblick auf herrliche Berglandschaften.

Bergpanorama

Bergpanorama

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Ziemlich  bald begann jedoch die Pampa und wir machten erste Bekanntschaft mit dem Wind, der uns immer wieder von der Strasse blies. Radfahren wurde eine ganz neue Herausforderung und die machte uns sogar Spaß. Nach und nach begegneten wir immer mehr Radlern, die mit fetzigem Rückenwind in der entgegengesetzte Richtung an uns vorbeidüsten. Der kurze Sommer schränkt die Radsaison stark ein, so dass sich alle Radler zur gleichen Zeit einfinden. Viele haben eine lange Südamerikatour hinter sich und beginnen mit langen Bärten glücklich ihren Endspurt in Feuerland. Dann gibt es noch jene, die in die gleiche Richtung fahren wie wir und dem gleichen Gegenwind trotzen müssen.

Achtung Wind!

Achtung Wind!

Der Schweitzer Christian, einer der vielen Radler auf dem Weg...

Der Schweitzer Christian, einer der vielen Radler auf dem Weg…

Staub und Schotter in der Pampa

Staub und Schotter in der Pampa

Und wieder Schweizer, sogar mit Kindern auf großer Tour

Und wieder Schweizer, sogar mit Kindern auf großer Tour

verfasst von martina

Aber auch die Einheimischen interessieren sich für uns: Zum Beispiel, als uns der Campervan-Fahrer Jorge von der Staße weg zum Kaffee einlädt und uns neugierig ausfragt.

Mit Jorge in seinem Mini-Campervan.

Mit Jorge in seinem Mini-Campervan.

In Tolhuim gibt es eine Bäckerei, bei der Radler kostenlos übernachten dürfen. Außerdem ist dort dem argentinischen Arzt René Favaloro, der seines Zeichens den Herz-Bypass erfunden hat, ein (trauriges) Denkmal gesetzt.

In Tolhuim an einer Statue der Ureinwohner

In Tolhuim an einer Statue der Ureinwohner

Denkmal René Favaloros in der Bäckerei "La Unión"

Denkmal René Favaloros in der Bäckerei “La Unión”

Auch viele Tiere sehen wir hier: Abgesehen von den Gunanco-Lamas, die an jeder Straßenecke stehen, laufen uns Füche über den Weg. An einem Strand können wir sogar vorbeiziehende Süddelphine beobachten.

Vorsicht, Lamas.

Vorsicht, Lamas.

Und da kommen sie auch schon...

Und da kommen sie auch schon…

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,,, in Massen daher.

… in Massen daher.

Delphintreiben direkt am Strand

Delphintreiben direkt am Strand

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Fuchsjunges

Fuchsjunges

Da Feuerland zwischen Argentinien und Chile aufgeteilt ist, übequeren wir schließlich auch die Grenze zu Chile. Ab diesem Zeilpunkt kommt zum Gegenwind und Regen auch noch ein übler Straßenbelag in Form einer 150km langen Schotterpiste hinzu. Wenigstens Sightseeing gönnen wir uns noch: An der Bahía Inútil besuchen wir die Pingüinera, die zwar unverschämt teuer ist, aber wann hat man schon sonst mal die Gelegenheit, Königspinguine in freier Wildbahn zu beobachten ? Und das gleich mehrfach, weil man und wenigstens gestattet dort zu zelten,

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Viele, viele Königspinuine.

Viele, viele Königspinuine in Freiheit und außerhalb der Antarktis.

Nach vielen anstrengenden Tagen haben wir es schließlich geschafft, uns mit einer Handvoll andere Radler bis zur Fähre nach Punta Arenas auf chilenischem Festland durchzuschlagen. Dort harren wir etwas aus, um uns dann weiter nach Norden (wieder gegen den Wind) aufzumachen.

Kein Witz: Dieser Baum ist wirklich so gewachsen. Das kommt davon, wenn man im Windkanal aufwächst ....

Kein Witz: Dieser Baum ist wirklich so gewachsen. Das kommt davon, wenn man im Windkanal aufwächst ….

verfasst von dennis


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Kurzaufenthalt in Sydney

Die Nacht vor dem Flug nach Sydney verbrachten wir mangels eines besseren Schlafplatzes am Flughafen Launceston. Kurz gesagt, in Launceston ist es nicht gestattet, im Flughafengebäude zu übernachten, weshalb wir, nachdem wir einen halben Tag mit dem Zerlegen des Rades und dem Einpacken der Ausrüstung verbracht hatten, es uns auf der Bank davor gemütlich machen mussten.

Tatsächlich macht der ganze Flughafen in der Nacht nahezu komplett dicht und daher war außer uns auch spät in der Nacht niemand mehr anwesend. Zum Glück war der Bereich überdacht, den am frühen Abend began es auch noch zu regnen.

Alles andere als gemütlich war es trotzdem und so waren wir heilfroh, endlich das Flugzeug Richtung Sydney besteigen zu können, von dem aus wir in 3 Tagen weiter nach Buenos Aires und schließlich nach Ushuaia auf Feuerland wollten.

Der Grund für diese mehrtägige Pause lag unter anderem daran, dass uns die lokale Fluglinie nicht 100%-ig zusichern konnte, dass unsere Drahtesel denn auch wirklich im selben Flug mitkommen und da wir nicht ohne sie in Südamerika ankommen wollten, haben wir uns ein paar Tage mehr Zeit genommen. Nichtsdestotrotz waren sie dann aber doch mitgekommen.

Über das Internet konnten wir uns mit Sean in Verbindung setzen, einem Radler, der am internationalen Flughafen Sydney arbeitet und in der Nähe wohnt. Etwas kompliziert war der Transport unseres Gepäcks bis zu seiner Wohnung schon, aber wir konnten unser Zelt in seinem Hof aufschlagen (alle anderen Zimmer im WG-Haus sind bewohnt).

Unser "Taj Mahal" in Seans Hinterhof

Unser “Taj Mahal” in Seans Hinterhof

Sean hatte, wie er uns bereits vorher mitgeteilt hatte, wenig Zeit, uns viel zu zeigen, hat dann aber doch viel von seiner knappen Zeit mit uns verbracht.

Zunächst  kümmerten wir uns um den beschädigten Mantel , der, wie sich herausstellte, bereits seit 6 Jahren nicht mehr hergestellt wird, was vermutlich bedeutet, dass er den gesamten Zeitraum auf Halde gelegen hatte. Der Hersteller Schwalbe hat uns mittlerweile zugesichert, uns einen neuen Mantel zu schicken.

Fetter Riss im Mantel

Fetter Riss im Mantel

Mit Sean fuhren wir in der Nachbarschaft herum, um doch noch Ersatz zu finden, was wir dann nach ein paar Stunden auch hingekriegt hatten.

Fürs Sightseeing hatten wir auch etwas Zeit und so sind wir an zwei der Tage ins Stadtzentrum gefahren und sahen uns trotz Regens noch einen Teil der Stadt und natürlich auch das Opernhaus an. Und irgendwie hatte ich mir das größer vorgestellt.

Opernhaus Sydney im Regen

Opernhaus Sydney im Regen

Die Treppen zum Opernhaus

Die Treppen zum Opernhaus

Schlachtschiffe im Hafen -   aber nur am Schiffsmuseum

Schlachtschiffe im Hafen – aber nur am Schiffsmuseum

Am Abend gab es in Seans WG-Haus ein Gemeinschaftsessen mit deutschen Würschteln. Am übernächsten Tag begleiteten wir ihn zum Kajakfahren im Meer nahe des Flughafens. Ich habe es auch mal versucht, aber der Seegang war an diesem Tag einfach zu stark, als dass man sich in dem schmalen Boot gut aufrecht hätte halten können.

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Dennis' Versuche, Kajak zu fahren

Dennis’ Versuche, Kajak zu fahren

Sean gleitet meisterhaft übers Wasser

Sean gleitet meisterhaft übers Wasser

Schließlich brachte uns Sean am Morgen des Abflugs mitsamt unseres ganzen Gepäcks zum Flughafen. Dies war der Beginn eines knapp 38-stündigen Tages: Denn da wir 10 Zeitzonen ostwärts durchfliegen mussten, der Flug erst am Abend in Sydney ging und 14 Stunden dauert, war es in Buenos Aires bereits wieder Abend – und zwar noch am selben Tag.

Die Nacht mussten wir wieder am Flughafen verbringen und da sind wir nicht die einzigen gewesen. Erst am nächsten Morgen ging es weiter nach Ushuaia.

Mit Jetlag auf dem Flughafen Buenos Aires.

Mit Jetlag auf dem Flughafen Buenos Aires.

Wer schonmal die Nacht auf einem Flughafen verbringen musste oder dies vorhat, dem sei diese Seite als Anregung empfohlen (den Tipp haben wir übrigens von Sean):

http://www.sleepinginairports.net/

 

verfasst von dennis


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Van Diemens Land

Das Erste, was uns an Tasmanien auffiel, war die unbändige Fülle an scheinbar unberührter Natur. Das passte zu unserer Vorstellung von Tasmanien, ehemals “Van Diemens Land“, schließlich sind über 30% der Insel Nationalparks. Als Zweites fiel uns auf, dass diese Fülle außerhalb der Parks häufig hinter Zäunen versteckt war:

Private Property. KEEP OUT. Trespassers will be prosecuted.

Was hier angebaut wird? Mohn, aber bestimmt nur zu medizinischen Zwecken...

Was hier angebaut wird? Mohn, aber bestimmt nur zu medizinischen Zwecken…

Ein Spruch, der uns bereits aus Neuseeland und Australiens Hauptinsel vertraut war. Dort waren es meist Weideland und damit Kuh- und Schafherden, die eingezäunt waren. Jetzt fuhren wir tagelang an umzäunten Eukalyptuswäldern vorbei. In der Dämmerung sprangen Wallabys und Kängurus herum, die verwundert vor uns Reißaus nahmen und kein Problem damit hatten, unter den Zäunen hindurchzuschlüpfen.

Wallaby

Wallaby

Schnabeligel

Schnabeligel

Mount William Nationalpark

Mount William Nationalpark

Mount William Nationalpark

Mount William Nationalpark

Als Drittes bemerkten wir, dass die lästigen Fliegen fehlten. Wir fuhren zwei Wochen durch Tasmanien, ohne von diesen Biestern gestört zu werden. Bis wir in der Region der Hochlandseen ankamen. Bei drückender Hitze von bis zu 40 Grad im Schatten verbrachten wir unsere Tage unter Bäumen oder in Picknickhäuschen und fuhren nur in den frühen Morgenstunden (um 5 geht die Sonne auf) und den späten Abendstunden (um 9 geht die Sonne unter). Faul unter dem Baum liegend, ein schweres Buch in der Hand, waren wir leichte Opfer für die (frühen?) Märzfliegen. Die Fliegen sehen aus wie fette Stubenfliegen, stechen aber. Was sollten wir tun? Sie überrannten uns. Es hieß wir oder sie. Und so wurden wir schweren Herzens zu Fliegenmördern und machten schließlich aus der Plage einen Sport: Nachdem wir 100  erschlagen hatten, hörten wir auf, zu zählen…  Die Einheimischen machen es übrigens genauso.

March Fiy. Sehr penetrant, aber leicht zu erwischen

March Fiy. Sehr penetrant, aber leicht zu erwischen

Mit einem „wir oder sie“ beginnt auch die Geschichte von „Van Diemens Land“, das heute Tasmanien heißt. Die europäischen Siedler zogen auf die Insel und umzäunten ihr Weideland gegen den Willen der nomadischen Aborigines, die seit 40 000 Jahren Australien besiedeln. Es brach der „schwarze Krieg“ aus, in dessen Verlauf die Aborigines fast vollständig vertrieben wurden. Außer wunderschönen Muschelketten, ein paar Brocken klangvoller Sprache, Bumerangs und exotischer Muster scheint auch die Kultur der Aborigines untergegangen zu sein.

Im Museum in Hobart sybolisiert dieses Schaubild, wie das Land, auf dem vorher Känguruhs lebten, jetzt von Schafen bevölkert ist.

Im Museum in Hobart sybolisiert dieses Schaubild den “schwarzen Krieg”.

Diese blutige Vergangenheit ist ein schweres Erbe, an das hin und wieder ein beschämend betrunkener Aborigine erinnert. Unverkrampft wird hingegen mit der Ausrottung des Beutelwolfs („Tasmanien Tiger“) umgegangen, ein Beuteltier, das nur in Tasmanien vorkam. Der Beutelwolf wurde früher aus Sorge um die Schafherde systematisch verfolgt und erlegt. Es gibt eine Videoaufzeichnung des letzten Beutelwolfs in Gefangenschaft, die wir uns im Museum von Hobart angeschaut haben. Es hat etwas Dramatisches so ein großes ausgestorbenes Säugetier auf Video zu sehen. Merkwürdigerweise ist der Beutelwolf heute ein Wahrzeichen Tasmaniens und wird überall zur Schau gestellt.

Letzte Bilder des Beutelwolfs

Letzte Videoaufnahmen des Beutelwolfs

Der heutige ist aber immer noch allgegenwärtig in Bildern vorhanden

Heutzutage ist er aber immer noch allgegenwärtig in Bildern vorhanden

Das Erste, das Dennis auf Tasmanien vorhatte, war die Beobachtung eines Schnabeltiers in freier Wildbahn. Und so fuhren wir nach 9 Stunden Überfahrt von Melbourne nach Devonport schnurstracks nach Latrobe, um in der Dämmerung am Fluss auf Dennis Lieblingstier zu warten. Tatsächlich ließ sich nach nur 5 Minuten Wartezeit ein Schnabeltier blicken und hochentzückt suchten wir unseren ersten Zeltplatz.

Ein Schnabeltier in freier Wildbahn. Naja, zugegeben, sehr viel ist nicht zu erkennen, aber allein die Erfahrung war es wert.

Ein Schnabeltier in freier Wildbahn. Naja, zugegeben, sehr viel ist nicht zu erkennen, aber allein die Erfahrung war es wert.

Und dann stand Silvester vor der Tür. Wir planten in Bridport zu zelten, anzustoßen und am Strand zu spazieren. Doch eigentlich war Dennis der Zeltplatz zu teuer. Und als uns ein Jugendlicher zur Begrüßung einen Stein hinterherwarf, hatte auch ich keine Lust mehr auf Bridport. Wir kauften noch ein paar Vorräte und ließen die kleine Stadt so schnell wie möglich hinter uns. Wir suchten uns einen Platz im Wald und fielen todmüde ins Zelt. Wachbleiben zum Anstoßen? Womit? In dem kleinen Lädchen hat es keinen Alkohol gegeben, wir hatten lediglich Wasser. Und so glichen wir an Silvester unseren Schlafmangel aus und verschliefen den Neujahrstag gleich mit.

Unser nächstes Ziel war die Feuerküste „Bay of Fires“, die berühmt ist für ihr azurblaues Wasser, ihre schneeweiße Strände und orangefarbenen Flechten. Wir fuhren auf Schotterstraße vorbei an zahlreiche überfahrenen Wallabys durch den Mount Williams National Park, in dem es wunderbar zitronig/ eukalyptisch roch (wir konnten uns nicht so recht einigen). Auf einem kostenlosen Zeltplatz legten wir einen Pausentag ein, wanderten am endlosen Strand entlang, beobachteten den Wechsel des Wasserfarbe je nach Wasserstand, suchten Meerestiere, lasen, kochten und hofften, dass der starke Wind unser Zelt nicht wegbläst. Am nächsten Tag mussten wir leider weiter, da es weder Wasser noch Nahrungsmittel (noch Toiletten) am Zeltplatz gab.

Zeltplatz am Police Mans Point an der "Bay of Fires"

Zeltplatz am Police Mans Point an der “Bay of Fires”

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Eindrücke von der Ostküste

Eindrücke von der Ostküste

Die Ostküste Tasmaniens ließ sich angenehm beradeln, wir hatten gutes Wetter, viele schöne Zeltplätze, geringe Steigungen und Meer.

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Tasmanisches Meer

Tasmanisches Meer

In Hobart angekommen waren zuerst die Räder dran: Wir ließen die Kettenblätter drehen, ich ließ mein Ritzel austauschen, wir kauften neue Mäntel für die Hinterräder, zwei Ketten und zwei Rückspiegel. Am nächsten Tag drängelten wir uns durch den überfüllten Salamanca Markt. Wir brachten sogar die Kraft auf, über manche der feilgebotenen Waren zu staunen, bevor wir schleunigst in das dünn besuchte Museum flüchteten. DSCN2817 DSCN2815

Auf dem Salamanca-Markt

Auf dem Salamanca-Markt

Dort lauschten wir gebannt der kostenlosen Führung und erlebten die Geschichte Tasmaniens inklusive des schwarzen Kriegs. „Historische“ Stellen sind auf der ganzen Insel verteilt und manchmal lasen wir gespannt, manchmal gelangweilt die kurze Geschichte der letzten 100 bis 200 Jahre: Welcher Strafgefangene oder Aussiedler in welchen Haus gelebt hat, manchmal mit alten Fotos. Die ältestete Brücke und Kirche Tasmaniens in Richmond. Die Sage zur Spitzenbrücke… Mit zu wenig Zeit übrig für die Westküste Tasmaniens, beschlossen wir den Weg zum Flughafen in Launceston durch die Mitte abzukürzen. Wir nahmen die kaum besiedelte und befahrene Route durch die Hochlandseen. DSCN2787

Antike Bauten auf Tasmanien. Freilich sind die teilweise keine 200 Jahre alt.

Antike Bauten auf Tasmanien. Freilich sind die teilweise keine 200 Jahre alt.

Spitzenbrücke

Spitzenbrücke

verfasst von martina

Dummerweise schlug der Pannen- und Pechteufel dann doch wieder zu: Schon am ersten Tag nach Hobart mußte der kasachische Mantel dran glauben und der gerade neu gekaufte Mantel hatte, wie sich weiige Tage später am Flughafen Laucestn herausstellte, bereits einen Schaden. Da es zu spät für eine Reklamation beim Verkäufer war, bleibt nun nur noch eine Reklamation beim Hersteller direkt, mal sehen was daraus wird.

 

Da wir etwas zu großzügig mit unserer Planung umgegangen sind, konnten wir die letzten Tage in Taasmanien vertrödeln, was angesichts der brütenden Hitze dort auch gar nicht so unangebracht war. Weit über 30 Grad im Schatten (welcher Schatten?) hatten wir fast jeden Tag im Landesinneren und so radeten wir nur frühmorgens und am späten Nachmittag.

verfasst von dennis


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Down Under – Teil 3

Dann erreichten wir die Great Ocean Road, die sich an der Südküste Australiens entlangschlängelt. Wir fuhren durch trockenes Buschland und erhaschten bei Besichtigungspunkten ab und zu einen Blick aufs Meer. Die Trockenheit Australiens ist ein großes Problem, das sich einerseits in Trinkwasserknappheit und andererseits in Buschbränden äußert. Das Risiko eines Buschbrandes wird jeden Tag neu bewertet, in Zeiten mit besonders hohem Risiko ist es sinnvoll, in einer Stadt zu bleiben. Während unserer Zeit an der Südküste hat es häufig geregnet, so dass die Feuergefahr meist als gering eingestuft war und manchmal Lagerfeuer aber immer das Kochen mit Benzinkocher erlaubt waren. Dennoch war die Niederschlagsmenge sehr gering, meist gab es Nieselregen, der fast schon vor dem Auftreffen auf den Körper verdampft.

Idyllische Campstelle am Meer

Idyllische Campstelle am Meer

Emus in freier Wildbahn

Emus in freier Wildbahn

Mittagessen an kostenlosem Grillplatz

Mittagessen an kostenlosem Grillplatz

Das Meer hat interessante Figuren in die Felsküste gefressen. Die „12 Apostel“ sind sogar als Weltnaturerbe deklariert. Den pietätlosen Namen „Sau mit Ferkeln“, unter dem die Felsen im letzten Jahrhundert bekannt waren, fand Dennis allerdings um einiges treffender. An dem Morgen, wo wir bei diesem Naturdenkmal eintrafen, sahen wir dichten Rauch aufsteigen und befürchteten schon ein Buschfeuer. Allerdings erklärte man uns, dass es sich um ein kontrolliertes Abbrennen der Vegetation handelte, sodass im Falle eines echten Buschfeuers dieses keine Nahrung mehr findet.

Felsformation an der "Shipwreck Coast"

Felsformation an der “Shipwreck Coast”

Bedrohliche Rauchwolken in der Ferne - zum Glück nur kontrolliertes Abbrennen

Bedrohliche Rauchwolken in der Ferne – zum Glück nur kontrolliertes Abbrennen

"Sau mit Ferkeln" ... äh, "Die 12 Apostel" natürlich

“Sau mit Ferkeln” … äh, “Die 12 Apostel” natürlich

Ausblick aufs Meer

Ausblick aufs Meer

Plötzlich schlängelte sich die Great Ocean Road nach oben. Wir fuhren durch dichten Eukalyptuswald, der sich mehr und mehr in einen Regenwald mit vielen Farnpalmen verwandelte. Wir wandten unseren Blick nun eher nach oben, in die Eukalyptusbäume, um Koalas zu sichten. Die größte Schwierigkeit war die Unterscheidung zwischen einem Auswuchs am Baum und einem schlafenden Koala, die wir oft nur durch ein Foto treffen konnten. Erst beim Zoomen stellte sich heraus, ob da tatsächlich ein Koala im Baum hing. Der Eukalyptusgeruch bedröselte sogar uns und so wunderten wir uns nicht, als ein träger Koala völlig planlos die Straße überquerte und dabei fast von einem LKW überfahren worden wäre. Noch mal Glück gehabt…

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Undurchdringlicher Dschungel

Undurchdringlicher Dschungel

Regenwald-Farn

Regenwald-Farn

Schlafender Koala im Baum

Schlafender Koala im Baum

Sonnenaufgang überm Meer

Sonnenaufgang überm Meer

Auch Schnabeligel wagten sich im Schatten der Bäume hervor. Dabei handelt es sich um die einzige andere Säugetierart abgesehen von den Schnabeltieren, die Eier legen statt ihre Jungen lebend zur Welt zu bringen.

Schnabeligel am Wegesrand

Schnabeligel am Wegesrand

Magpies

Magpies

Neugieriger Kakadu

Neugieriger Kakadu

Vom Heuschnupfen geplagte Martina mit Geburtstagstorte

Vom Heuschnupfen geplagte Martina mit Geburtstagstorte

Schafe unn Lama

Schafe und Lama

In Geelong, kurz vor unserem ersten Ziel Melbourne, trafen wir den Weltenbummler Olivier, der schon seit 2008 auf Reisen ist. Er gab uns jede Menge wertvoller Tipps, bevor er sich auf den Weg Richtung Perth machte.

Mit Olivier in Geelong bei Melbourne

Mit Olivier in Geelong bei Melbourne

verfasst von martina

Nach fast einem Monat Australien kamen wir dann in Melbourne an. Meine Mutter und meine Schwester hatten sich dort mit uns verabredet, sodass wir uns endlich mal wiedersehen und Weihnachten zusammen verbringen konnten. Unter anderem stand auch noch Stadtbesichtigung auf dem Programm.

In der Nacht am Fluss

Auch Plastikblumen vergehen…

Weihnachten

Riesenmikados

Mit Saskia im botanischen Garten

Skyline

Unzählige Tannenbäume am Federation Square

Riesige Weihnachtskugeln

Genau am 24.12. fuhren wir dann noch in den Wildpark in Healesville, wo wir dann endlich mal ein Schnabeltier zu Gesicht bekamen. Diese putzigen und ungewöhnlichen Tiere sind sehr scheu, aber zur selben Zeit auch sehr verspielt, wie die Tierpflegerin eindrucksvoll demonstrierte. Auch ein paar alte wie neue Bekannte gab es hier, etwa Emus, Wombats, tasmanische Teufel und Papageien.

Papageienfütterung

Papageienfütterung

Tasmanischer Teufel

Tasmanischer Teufel

Schnabeltier

Schnabeltier

Dennis und seine Mutter

Dennis und seine Mutter

Nur wenige Tage dauerte das Familientreffen, schon bald stand das nächste Radelziel auf dem Programm, sodass wir uns nach einem tränenreichen Abschied auf den Weg zur Fähre nach Tasmanien machten.

verfasst von dennis


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Down Under – Teil 2

Unser Plan war, binnen eines Monats bis Melbourne zu kommen, um uns dort zu Weihnachten mit meiner Mutter und meiner Schwester zu treffen. Das klappte relativ gut und zügig und wir waren fasziniert von der großen Anzahl an Tieren, die wir fast täglich sahen.

Schon der nahe Ort Strathalbyn stellte sich als wahres Kakadu-Mekka heraus. Es müssen mehrere hundert der weißen Vögel gewesen sein, die sich an diesem Tag bei lautem Schnattern auf vielen Bäumen der Stadt tummelten; eine Straße war von ihnen geradezu überfüllt. Auch andere Papageienarten flatterten uns hin und wieder vor der Nase herum, meistens aber so schreckhaft und schnell, dass wir Fotos seltener hingekriegt haben.

Typisches Kaenguruh-Schild am Strassenrand

Typisches Känguruh-Schild am Strassenrand

Papageien im Baum

Papageien im Baum

Kakadus ueberfuellen die Strasse.

Kakadus ueberfuellen die Strasse.

Waren wir nervige Fliegen in Kasachstan zum Essen gewöhnt, so tat sich hier allerdings eine neue Dimension auf. Nicht nur, dass sich bei jedem Essen hunderte dieser Biester auf uns und unserem Essen niederließen, nein, auch während der Fahrt waren wir jetzt nicht mehr von ihnen verschont. Nicht umsonst meinte ein australisches Radlerpärchen, welches wir unterwegs trafen, dass das Wedeln mit der Hand vorm Gesicht der „australische Gruß“ wäre.

Mittel gegen Fliegen: Fliegennetz

Mittel gegen Fliegen: Fliegennetz

Satzkruste eines Salzteiches

Satzkruste eines Salzteiches

verfasst von dennis

Bis Weihnachten war noch viel Zeit, so dass wir ganz gemütlich fahren und viele Besichtigungspausen machen konnten. Am ersten Advent hielten wir in dem Dorf Meningie und beobachteten einen Weihnachtsumzug. Die Einwohner fuhren mit zu einem Weihnachtsgefährt umgerüsteten Autos / Traktoren / Rollstühlen herum.

Weihnachtsumzug

Weihnachtsumzug

Geschmolzene Schoko.

Geschmolzene Schoko.

Nach Meningie ging es am Coorong Nationalpark vorbei und machten auch ein Abstecher hinein. Uns begegneten eine riesige Masse an Pelikanen und zwei Schlangen, die völlig unbeeindruckt die Straße überquerten und natürlich Vorfahrt hatten.

Im Coorong Nationalpark.

Im Coorong Nationalpark.

Pelikane von weitem.

Pelikane von weitem.

Eine Braun-Schlange kreuzt unseren Weg. Ja, sie ist giftig.

Eine Braun-Schlange kreuzt unseren Weg. Ja, sie ist giftig.

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Zwei Eidechsen auf dem Weg.

Zwei Eidechsen auf dem Weg.

Ein besonders lohnender Stopp war in Mount Gambier. Dort ändert sich die Farbe eines kleinen Sees jährlich von wintergrau zu sommerblau. Die Farbveränderung entsteht durch Grundwassereinfluss von mit Kreide verdünnten Wasser, welches im Sommer tote Algen an der Wasseroberfläche bindet und auf den Grund sinken lässt. Im angrenzenden Wildpark trafen wir einen australischen Fotografen, der uns ausführlich über das Tierleben informierte. Er klassifizierte die Schlangen, die uns im Coorong Nationalpark so gemächlich über den Weg liefen als Brown Snakes, die (aufgrund ihrer Aggressivität) gefährlichsten Schlangen in Australien (Die giftigste Schlange der Welt ist der Inland-Taipan, aber der lebt in der Wüste, ist sehr scheu und hat angeblich noch nie den Tod eines Menschen verursacht). Solange man aber nicht in ihr Revier eindringt oder sie in eine Ecke drängt, gibt es nichts zu befürchten.

Zikadenkokons an einem Baum.

Zikadenkokons an einem Baum.

Blue Lake am Mount Gambier

Blue Lake am Mount Gambier

Anfangs hielten wir jedesmal, wenn wir ein Känguru ausfindig machten. Allmählich gewöhnten sich unsere Augen an die gut getarnten Gesichter, die aus dem hohen, gelben Gras hervorlugten und der Anblick eines Kängurus wurde Alltag. An einem Tag zählten wir 23 Kängurus. Auch Emus waren relativ zahlreich und leider auch Riesenameisen (Bullants), die unser Zelt gerne als Aussichtsturm benutzen. Als wir einen Fotostopp zugunsten der Emus einlegten, wurde Dennis von zwei zwischen den Sandalen eingeklemmten Riesenameisen gebissen. Die Bisse taten höllisch weh – als wäre man auf einen Nagel getreten – und juckten noch Tage später. Mich hat einige Tage später eine harmlosere Ameisenvariante erwischt (wie ein Bremsenstich)…

Kaenguruh am Strassenrand

Kaenguruh am Strassenrand

Kaenguruhmama und Junges.

Känguruhmama und Junges.

Bullant im Anmarsch

Bullant im Anmarsch

Kaenguruhs im Feld

Känguruhs im Feld

Koala im Baum.

Koala im Baum.

verfasst von martina

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